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Sozialpraktikum

Ein konstitutives Element des Profils unserer Schule besteht in der Ermöglichung der Teilnahme an einem zweiwöchigen Sozialpraktikum im Rahmen der Schullaufbahn. Das Praktikum entspricht dem christlichen Selbstverständnis unserer Schule und ist damit integraler Bestandteil unseres Schulprogramms.

Seit über 30 Jahren stellten bzw. stellen sich bis zum Schuljahr 2009/2010 die elften Klassen und mit dem Wechsel auf das G8-Modell fortan die zehnten Klassen den mit dem Sozialpraktikum zweifelsohne verbundenen persönlichen Herausforderungen. Die mit dem Praktikum verbundenen Erfahrungen, Lernen einmal anders zu erleben und sich dem bislang Unbekannten und Ungekannten zu stellen, verweisen auf den wesentlichen persönlichen Ertrag, welcher eben nicht in dem unmittelbaren Nutzen für den späteren beruflichen Karriereweg besteht, sondern darin, über den individuellen Horizont hinauszublicken und dabei auch selbst zu reifen.

Christliche Werte und spezielle Kompetenzen im Sozialverhalten werden in dieser besonderen Zeit nicht nur theoretisch erörtert und angebahnt, womit es sich vom normalen Rahmen des Schulalltags im Klassenraum abgrenzt, im dem dieses häufig leider viel zu oft nur in dieser Form möglich ist. Über christliche Nächstenliebe wird somit nicht nur gesprochen, sondern sie wird auch praktiziert, indem die Schüler bei einem Sozialpraktikum über einen festgelegten Zeitraum hinweg, in speziell durch unsere Schule ausgewählten Einrichtungen arbeiten. Dabei sind die Einrichtungen bewusst außerhalb des unmittelbaren elterlichen bzw. häuslichen Einzugsbereichs gewählt. Diesbezügliche überaus positive Erfahrungen mit Praktika weit außerhalb von Berlin haben gezeigt, dass ein intensiverer Dialog und eine nachhaltigere Auseinandersetzung der Schüler mit hilfsbedürftigen Menschen auch anderer Generationen, aber auch in der eigenen Gruppe erfolgt. Eine Betreuung der Jugendlichen durch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer sowie durch eine Ansprechperson innerhalb der gewählten Einrichtung gewährleisten, dass die Schüler und Schülerinnen die gesammelten Erfahrungen besprechen können. Diese Erfahrungen werden dann in der Nachbereitungsphase z.T. auch dokumentiert und zumindest aber reflektiert. Das Verständnis und die Akzeptanz für andere Menschen und deren Lebenskonzeptionen – ob hilfsbedürftig oder nicht - wächst. So werden durch aktive Unterstützung beispielsweise für Menschen mit Behinderung Hemmschwellen, Berührungsängste und Vorurteile abgebaut.

„Traditionell“ werden von den Schülern des Evangelischen Gymnasiums zum „Grauen Kloster“ folgende Einrichtungen besucht:

Daneben wird seit dem Schuljahr 2009/2010 folgende Einrichtung besucht:

Die Mitarbeit in verschiedenen - jeder Schülerin und jedem Schüler entsprechend ihrer Wünsche aber auch Fähigkeiten - zugewiesenen Bereichen bedingt über die Vertiefung von Fähigkeiten wie Empathie und Toleranz hinaus auch die Förderung von Schlüsselkompetenzen, wie Pünktlichkeit, Teamarbeit, genaues Hinhören und das Ausführen von Aufträgen.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen in den unterschiedlichen Einrichtungen am „normalen Arbeitsalltag“ teil, der in der Regel aus 7-8 Stunden besteht. Nach einer anfänglichen Hospitationsphase können sie meist nach entsprechender Anleitung und mit ständiger Betreuung durch ihre Anleiter immer mehr eigene Elemente der Mitarbeit einbringen. Hinzuweisen sei hier aber explizit, dass sich die Tätigkeiten immer in einem Bereich bewegen, wo sie rechtlich möglich und entwicklungspsychologisch vertretbar sind. Außerdem werden die Tätigkeiten vorher mit den Schülerinnen und Schülern abgesprochen.


Berichte aus dem Sozialpraktikum >>


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