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Letters from students abroad
Federico J.
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Texas 2002
Ich habe die 11. Klasse in einer oeffentlichen High School in El Paso, Texas in den Vereinigten Staaten verbracht. Gewohnt habe ich bei einer sehr netten Gastfamilie, zu der ich auch heute noch Kontakt habe. Der Auslandsaufenthalt hat mir sehr gefallen, ich wuerde es jederzeit wieder tun. Die Organisation, die mich platziert hat war GLS. Das ist eine private Organisation, die neben Schulaufenthalten im Ausland auch noch Sprachreisen und ähnliches anbietet. Es gab zwar einige Vorbereitungstreffen, ich habe sie jedoch nicht wahrgenommen, da die wichtigsten Dinge schon bei der Anmeldung gesagt wurden.
In den USA angekommen, wurde ich dann an eine dortige Organisation ("Face the World") weitergegeben, die von nun an die Betreuung uebernahm. Betreuung heisst in diesem Fall, dass (zumindest als nach einem halben Jahr eine neue Regionalleiterin die Arbeit uebernahm) regelmaessig Treffen aller Austauschschueler zusammen mit ihren Gastfamilien stattfanden und dass man bei Problemen mit der Gastfamilie jemanden hatte, an den man sich wenden konnte. "Face the World" ist eine serioese Organisation und ich war zufrieden. Es ist aber dennoch wichtig, sich in Deutschland schon zu erkundigen, ob und wenn man an wen in den USA weitergegeben wird. Es gab naemlich viele Austauschschueler in El Paso, die schwere Probleme mit unserioesen Partnerorganisationen hatten.
Die Schule, die ich in El Paso besuchte, hat mir sehr gefallen. Das Bildungsniveau war zwar deutlich schlechter als das, woran ich am Grauen Kloster gewohnt bin, aber dessen muss man sich immer bewusst sein, wenn man eine Public High School besucht. Man geht dort ja schliesslich auch nicht wegen der schulischen Bildung hin, sondern wegen des Erlebnisses, ein Schuljahr in einem fremden Land zu verbringen, den Alltag kennenzulernen, und natuerlich das Familienleben und die Sprache. Genau das hat mir sehr gefallen und grossen Spass gemacht. Meine Gasteltern sind beide Lehrer, mit ihnen und mit ihrem achtjaehrigen Sohn bin ich bestens klargekommen. Bei meiner Gastfamilie war auch ein anderer Austauschschueler aus Brasilien untergebracht, mit dem ich jetzt gut befreundet bin. Unsere Gasteltern haben sich sehr gut um uns gekuemmert, haben mit uns auch einen Ausflug zum Grand Canyon gemacht.
In der Schule habe ich auch schnell neue Freunde gefunden, die Menschen, die mir begegneten waren sehr aufgeschlossen und freundlich.
Mein Auslandsjahr hat durchweg positive Erinnerungen hinterlassen.
Federico J., Januar 2003
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