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von Sebastian Rittau
Rund um das Abitur '97
Diese Jahr haben am Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster 51 Schüler das Abitur bestanden. Dabei wurde zweimal die Abiturnote 1,1 und zweimal die Note 1,4 erreicht.
Die Abiturienten-Verabschiedung
Die diesjährige Verabschiedung der Abiturienten fand am Freitag, den 6. Juni 1997 in der Aula statt. Verwandte und Freunde der Abiturienten, sowie die zahlreich erschienenen Schüler erlebten eine Verabschiedung, in der Repräsentanten der verschiedenen Bereiche der Schule den Abiturienten für ihren weiteren Lebensweg viel Glück wünschten. Für die musikalische Untermalung sorgte, neben Rainer Bertram, der wie immer Orgel spielte, Anna Winter mit ihrer Interpretation der Pathétique von Ludwig van Beethoven, sowie der Musikkurs von Thomas Kliche mit einer a capella Aufführung von Hail Holy Queen.
Oberstufenkoordinator Albrecht Hoppe begann den offiziellen Teil mit einem Segen und guten Wünschen für die Zukunft der Abiturienten. Anschließend verabschiedete Schulleiter Klaus Lorkowski die Abiturienten offiziell mit einer ausführlichen Rede. Sie wurde gefolgt von einer Rekapitulation der letzten Jahre aus Sicht der Lehrer, die stellvertretend von Corinna Schulz vorgetragen wurde. Sie hatte die Rede in Zusammenarbeit mit Lutz Kredlau vorbereitet. Herr Kredlau ließ sich allerdings wegen einer Erkältung (die interessanterweise nur für die Dauer der Rede anhielt) entschuldigen. Auch der Elternsprecher, Herr Brenning, verabschiedete die Abiturienten mit einer kurzen Ansprache. Anschließend sprachen die Abiturienten Marko Witt, Lotte Greschik und Marie Greffrath über Die Reife und was diese für sie (nicht) bedeute. Nach dem Überreichen der Diplome wurde die Veranstaltung mit einem Lied und einem Gebet geschlossen.
Die Veranstaltung wurde nur durch vereinzelte Zwischenrufe und -bemerkungen eines hier nicht genannten Lehrers gestört, die allerdings von den Anwesenden positiv aufgenommen wurden.
Der Abi-Streich
Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr ein Streich der Abiturienten statt. Dies geschah, wie erwartet, am Mittwoch, den 4. Juni 1997. Als die Schüler morgens zur Andacht gehen wollten, fanden sie das Schulgebäude und den Schulhof verbarrikadiert vor. Vor dem Lehrereingang war eine Bühne aufgebaut und das gesamte Schulgelände war von den Abiturienten besetzt, die in schwarze Kutten gehüllt waren. Durch den Einsatz von Wasserpistolen wurden abtrünnige Schüler (aus Sicherheitsgründen) davon abgehalten, in das Schulgebäude einzudringen.
Die geplante Andacht der OIIb fand trotz der Aufforderung der Abiturienten, diese abzuhalten, nicht statt. Auch das Angebot von Pfarrer Thomas Gärtner, eine Andacht abzuhalten, konnte nicht stattfinden, da dies laut Marko Witt von der Schulleitung verboten worden sei. Stattdessen wurde eine kurze Andacht von den Abiturienten improvisiert.
Anschließend kam der Höhepunkt der Veranstaltung: Die Abiturienten trugen den Abi-Streich zu Grabe. Grund für dieses ungewöhnliche Ereignis war das Gerücht, daß die Schulleitung den Abiturstreich mit allen Mitteln unterbinden wolle und daß dem Hausmeister mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gedroht worden sei, würde er die Abiturienten bei ihren Vorbereitungen für den Streich unterstützen. Aus diesem Grund fand der Abi-Streich, im Gegensatz zu den letzten Jahren, vermutlich auch im Freien statt.
Nach dem Trauergottesdienst ging man zum lustigen Teil über: den Bonbonregen und die anschließende Versteigerung von Lehrern. Als Zahlungsmittel für die Versteigerung kamen die zuvor verteilten Bonbons zum Einsatz. Gestört wurde die Veranstaltung, als verschiedene Lehrer Klassenarbeiten, die für diesen Tag angesetzt waren, um jeden Preis schreiben wollten. Zumindest die Klassenarbeit von Helmar Fanselau wurde aber durch eine Geigen-Übung im Gang der Schule gestört. Als gegen halb elf die Versteigerung der Lehrer beendet war und die geplante Disco nicht so richtig in Gang kommen wollte, verlief der Unterricht, entgegen den Versprechungen der Abiturienten, ab der vierten Schul-Stunde wieder planmässig.
Insgesamt wirkte der Abi-Streich unausgegoren, nur das Zu-Grabe-Tragen desselben war ein gelungener Seitenhieb auf die Bemühungen der Schulleitung, den Abi-Streich zu unterbinden.
© 2010 Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster
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