Siegel des Evangelisches Gymnasiums zum Grauen Kloster
Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster
Siegel der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Informationsbrief Nr. 129

Sehr geehrte liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schulgemeinde,
das Schuljahr 2017/18 ist nun fast zu Ende gegangen, aber ich möchte nicht in die Ferien starten, ohne Ihnen und euch noch einen Einblick in unsere Arbeit der letzten 6 Monate zu geben und die vielen Ereignisse zu würdigen, die unser Schulleben geprägt haben. So z.B. das Abitur des diesjährigen 12. Jahrgangs, die Abschaffung des Samstagsunterrichts, den Klosterball, zwei grandiose DS-Aufführungen des 11. und des 12. Jahrgangs, ein künstlerisch absolut überzeugendes Frühjahrskonzert, eine mitreißende Tanzaufführung, Reisen, Praktika, Freizeiten und vieles mehr, – in der Rückschau hat man den Eindruck, dass sich die Ereignisse geradezu überstürzt haben. Aber ich versuche es noch einmal der Reihe nach zu erzählen.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres fand der traditionelle Neujahrsempfang des Grauen Klosters im Refectorium statt. Neben vielen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, Herrn Olie, dem Vorstandsvorsitzenden der Ev. Schulstiftung, und Herrn Bolz, dem Superintendenten des Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf, haben auch Herr Naumann, der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, und die Bezirksstadträtin Frau Schmitt-Schmelz daran teilgenommen. Die Stimmung war gelöst und die Gespräche, die sich natürlich alle um unsere Schule drehten, waren sehr angeregt. Insgesamt ein wirklich gelungener Abend.

Vom 23. bis zum 25.01. hat dann der DS-Kurs des 12. Jahrgangs das Stück „Ein Krimi-Dinner“ unter der Leitung von Frau Hartmann aufgeführt, was allerdings fast ohne Frau Hartmann stattgefunden hätte, die aufgrund einer schweren Verletzung die letzten Probentage gar nicht miterleben konnte. Aber – und das ist das Grandiose – die Schülerinnen und Schüler haben ihre Aufführung selbst in die Hand genommen und einen unglaublichen Theaterabend auf die Beine gestellt, der uns Zuschauer_innen geradezu den Atem genommen hat. Man muss dazu sagen, dass die Technik-Crew des Grauen Klosters mal eben den Mittelraum unserer Aula in eine Black-Box verwandelt hat, die das Skurrile und das Schaurige der Krimivorlage wirkungsvoll unterstützt hat.

Am 26.01.2018 fanden die Projekte zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. Besondere Beachtung fand der Auftritt unserer Schülerinnen und Schüler am Mahnmal des Theodor-Heuß-Platzes in Begleitung von Pfarrerin Dannenmann.

Der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ fand am 1.2. statt. Nina Erbach (12. Jahrgang) und Ferdinand Dabitz (11. Jahrgang) sind als Sieger daraus hervorgegangen. Herzlichen Glückwunsch!

Nach den Winterferien sind unsere OIIIen ins Betriebspraktikum und unsere UII­en ins Sozialpraktikum gestartet. Von den verantwortlichen Leitern der Sozialen Einrichtungen, die die Schülerinnen und Schüler der UIIen in Wittekindshof, in Bethel, im Martinshof und in Herrenhuth empfangen haben, bekamen wir viel Lob, was das Engagement, die Teamfähigkeit und die Freundlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler betrifft.

Am 10.3., um 19.00 Uhr, hat das Aula-Haus unserer Schule seine Tore geöffnet, um die Gäste des Klosterballs einzulassen. Auch wenn an diesem Abend das Verhalten einiger unserer jugendlichen Gäste zu wünschen übrig ließ, bleibt dennoch die Erinnerung an die festlich geschmückte Aula, die langen Tische, an denen feierlich diniert wurde, und an die ausgelassene Stimmung beim Tanzen sehr eindrücklich. Wir danken dem Ballteam – Frau Bredner, Frau Lindemann, Frau Mackert und Frau Rösler – für die ungeheure Anstrengung, die sie unternommen haben, um diesen Abend mit all seinen organisatorischen Herausforderungen ein weiteres Mal „auf die Beine zu stellen“.

Am 15.3. fand der Känguru-Wettbewerb, ein Mathematik-Wettbewerb, deutschlandweit statt. Über 100 Schülerinnen und Schüler des Grauen Klosters haben daran teilgenommen. Ebenfalls am 15.3., allerdings in den Abendstunden, war wieder die Aula der Schule das Zentrum des Geschehens: An diesem und am folgenden Abend waren unsere Musikerinnen und Musiker beim Frühlingskonzert die absoluten Stars. Zwei Stunden lang wurde gesungen, gefiedelt und gezupft, was die Kehle, die Geige und die Harfe/die Gitarren hergaben (um hier nur einige Beispiele zu nennen). Und als beim großen Finale Klosterblech, das Kleine und das Große Orchester und der Chor das Stück „Peace on Earth“ anstimmten, kannte die Begeisterung des Publikums keine Grenzen mehr. So mitreißend war schon lange keines unserer Konzerte mehr gewesen. Ein großes Dankeschön an Frau Bernstein, Herrn Flöter, Herrn Nussbaumer-Riedel und Frau Wegener.

Der 19.3. war der letzte Unterrichtstag für den 12. Jahrgang und damit der „Startschuss“ für das Abitur 2018. Darauf kamen in dichter Folge die letzte Zeugnisausgabe und die Zulassung zum Abitur, die Präsentationsprüfungen der 5. PK, die Prüfungen des schriftlichen und anschließend die des mündlichen Abiturs, für manche der Schülerinnen und Schüler noch freiwillige Nachprüfungen, die Hebraicumsprüfungen und die externe DELF-Prüfung am Institut Français. Am Samstag, dem 23.6.2018, wurden unsere Abiturientinnen und Abiturienten, die den fantastischen Notendurchschnitt von 1,7 erzielt haben (6 Schülerinnen und Schüler haben mit der Traumnote von 1,0 abgeschlossen), mit einem feierlichen Gottesdienst und der anschließenden Zeugnisübergabe aus der Schule entlassen. Mein Dank gilt an dieser Stelle vor allem Herrn Gottschalk, dem Pädagogischen Koordinator, der nicht nur die Abiturprüfungen, sondern auch die vier Semester der Oberstufe verantwortungsvoll und fürsorglich begleitet hat.

Außerdem möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass der gesamte PW-Grundkurs des Abiturjahrgangs unter der Leitung von Herrn Seebacher einen Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch!

Am 20.3. wurden zwei unserer Hockey-Mannschaften, die von Herrn Stifel betreut werden, Berliner Meister im Hallenhockey: das ältere Team der Jungen und das jüngere Team der Mädchen. Auch die anderen Teams belegten gute Plätze. Wir gratulieren herzlich.

Nach den Osterferien ereilte uns die Nachricht, dass der Rückaustausch mit unserer französischen Partnerschule nicht stattfinden würde – die französischen Gastschüler_innen sind aufgrund des Streiks der französischen Staatsbahn und der Fluggesellschaft bereits an ihrem Ausgangsort in Rennes gescheitert. Auch die amerikanischen Austauschschüler_innen aus Long Island, die im Juni hätten kommen sollen, haben uns aus organisatorischen Gründen abgesagt. Wir lassen uns aber nicht entmutigen, sondern hoffen darauf, dass beide Austausche im nächsten Schuljahr wieder stattfinden werden. Die Gruppe der Französischlerner wird voraussichtlich bereits Anfang September nach Rennes in die Bretagne reisen.

Das nächste Ereignis in unserem Schulkalender waren die Tanzaufführungen am 24. und 25. Mai. Über 100 Schülerinnen und Schüler von der Quarta bis zum 12. Jahrgang haben mitgewirkt, Frau Hartmann war – wie immer – der Spiritus Rector und die Organisatorin der Veranstaltung. Dargestellt wurde die Geschichte von „Shirin und Chosrou“, ein altes persisches Märchen, getanzt wurde nach orientalischen Melodien sowie nach modernem (latein)amerikanischem Pop, so dass eine hin- und mitreißende Show entstand, die viel Beifall fand.

Vom 13. bis zum 15.6. schloss sich ein weiteres künstlerisches Ereignis an: Die Aufführungen der beiden DS-Kurse des 11. Jahrgangs, die sich, obwohl sie von den beiden DS-Lehrerinnen Frau Duckert und Frau Hartmann getrennt unterrichtet worden sind, zu einer gemeinsamen Aufführung unter dem Titel „Schlafwagen Paris – Moskau“ zusammengefunden hatten. In einer lockeren Folge von Szenen, die sich alle um den Schlaf drehten, wurden dem Publikum auf eindrucksvolle Weise die Wohltaten der nächtlichen Ruhepause und des Träumens vor Augen geführt – und das alles vor dem Hintergrund einer Bühnendekoration, die aus ausrangierten Bundeswehr-Mehrstockbetten bestand. Wer hätte da nicht mitträumen wollen…

Vom 3.6. bis zum 9.6. fand die traditionelle Englandfahrt der UIIIen statt, die bei den Jugendlichen immer großen Anklang findet. Ziel- und Ausgangsort dieser einwöchigen Reise war Rochester, wo die Schülerinnen und Schüler in englischen Familien untergebracht waren. Von da aus wurden Ausflüge nach Canterbury, London und nach Cambridge unternommen. Und jetzt, in der Woche vom 25.6. bis zum 29.6., sind die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs auf Kursfahrt mit ihrem jeweiligen Leistungskurs. Griechenland, Irland, die Polnische Ostseeküste und Nürnberg stehen auf dem Programm. Wir sind neugierig, was sie von diesen spannenden Reisen zu erzählen haben werden.

In den letzten Tagen des Schuljahrs sind außerdem noch die neuen Konfliktlotsen von Frau Siebers-Koch, der Media­tionsbeauftragten der Schulstiftung, fortgebildet worden. Frau Hogefeld und Frau Pohl haben sie eng begleitet. Finja, Helene, Moritz und Oliver aus der IVc, Wiebke, Klarissa und Eugenia aus der UIIIc: Wir freuen uns, dass ihr uns im nächsten Schuljahr als Mediator_innen zur Verfügung steht und danken euch für euer Engagement.

Ich habe am Anfang dieses Briefes bereits davon gesprochen, dass der Schulsamstag des Grauen Klosters abgeschafft wurde. In der Tat hat die Schulkonferenz, das höchste Gremium der Schule, am 6.6. mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen, dass sich ab dem nächsten Schuljahr das Graue Kloster an die Gepflogenheiten der Berliner Schulen anpassen wird, die alle eine Fünf-Tage-Woche haben. Uns ist durchaus bewusst, dass wir damit eine Tradition aufgeben, die uns einzigartig in der Berliner Schullandschaft gemacht hat, aber in einer Zeit, in der sowohl die Lehrer_innen als auch die Schüler_innen (bzw. deren Sportvereine, Konfirmandengruppen usw.) fast selbstverständlich davon ausgehen, dass der Samstag nicht für Unterricht am Vormittag freigehalten werden muss, ist es fast unmöglich, dieses Modell weiter aufrecht zu erhalten. Wir verabschieden uns also mit einem lachenden und einem weinenden Auge von unserem Samstagsunterricht, und zwar mit einem schönen Schulfest am letzten Schulsamstag, dem 30.6.2018.

Ich kann Ihnen und euch allerdings versichern, dass die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Fünf- oder SechsTage-Woche dazu geführt hat, dass wir am Grauen Kloster in eine neue Phase der Schulentwicklung eingetreten sind. Eine Stundenplangruppe hat sich gebildet, die über die Strukturierung – oder sollte ich eher sagen: die Rhythmisierung des Schultages – nachdenkt, der Nachmittag und die AG’s sind mit ihren unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Außerdem arbeiten wir an der Außendarstellung des Grauen Klosters (hier sind vor allem die Elternvertreter in der Schulkonferenz die treibende Kraft) und es hat sich mit Herrn Bornemann, Herrn Finke, Herrn Kluth und Herrn Dr. zur Nedden eine äußerst effiziente und innovative IT-Gruppe gebildet, die alles im Blick hat, was im weitesten Sinne mit elektronischen Medien und der IT-Ausstattung der Schule zu tun hat. Diese Aufbruchsstimmung werden wir in das neue Schuljahr mit hinübernehmen und wir hoffen, dass wir auch weiterhin von unseren Schülerinnen und Schülern, den Eltern und von der Schulstiftung unterstützt werden.

Ich möchte Ihnen und euch außerdem noch mitteilen, dass Herr Gromotka, der bei uns ein berufsbegleitendes Referendariat absolviert hat, die zweite Staatsprüfung mit sehr großem Erfolg abgeschlossen hat. Wir gratulieren ganz herzlich und sind glücklich, dass wir ihn im nächsten Schuljahr als Lehrer mit den Fächern Kunst und Geschichte bei uns beschäftigen können. Wir haben außerdem noch zwei weitere junge Lehrkräfte gewinnen können, die ab dem neuen Schuljahr unser Kollegium verstärken werden. Es werden uns allerdings auch Kollegen verlassen: Herr Dr. Frisch, der langjährige Fachleiter des Fachbereichs Chemie, und Herr Gins, Studienrat für Englisch und Geographie, werden in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Wir werden sie im Gottesdienst zum Schuljahresende gebührend würdigen und verabschieden. Außerdem verlässt uns Frau Sommer, die bei uns Kunst und DS unterrichtet hat, auf eigenen Wunsch. Wir wünschen ihr viel Freude an ihrer neuen Schule. Nicht mehr bei uns sein werden im neuen Schuljahr Herr Britze und Herr Gärtner, die uns beide, obwohl bereits pensioniert, in den letzten zwei Jahren noch tatkräftig ausgeholfen haben, Herr Britze im Fachbereich Sport und Herr Gärtner im Fachbereich Religion und vor allem beim Hebräisch-Unterricht. Ich bedanke mich bei allen für ihr langjähriges Engagement.

Sehr bitter ist für uns, dass das Fußballdach aus sicherheitstechnischen Gründen weiterhin gesperrt ist. Wann die dringend notwendige Sanierung beginnt, kann ich Ihnen leider immer noch nicht sagen. Außerdem warten wir auf ein Zeichen aus dem Bauamt Charlottenburg-Wilmersdorf, um mit der Sanierung unseres Schulgebäudes zu beginnen.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Kolleginnen und Kollegen und bei den Eltern für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Ich wünsche Ihnen und euch gesegnete Sommerferien und vor allem gute Erholung und grüße Sie herzlich mit dem Monatsspruch für Juni 2018:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. Hebr 13,2
Annette Martinez Moreno
Stellv. Schulleiterin

WEITERE INFORMATIONEN

Samstage mit Unterricht

Nächste Termine

19.10.2018 (Fr)
10:00 Uhr: Reformationsgottesdienst für die ganze Schulgemeinde

22.10.2018 – 02.11.2018 (Mo - Fr)
Herbstferien

07.11.2018 (Mi)
08:30 Uhr: Rebound-Kurs für die OIIIc (1/3)

07.11.2018 (Mi)
19:30 Uhr: Abendveranstaltung für Eltern und Nachbarn: Begleitprojekt Yadan Biad (Flüchtlings-AG)

08.11.2018 (Do)
2. LK-Klausur (Schiene A)

12.11.2018 (Mo)
Wandertag

12.11.2018 (Mo)
2. LK-Klausur (Schiene B)

17.11.2018 (Sa)
09:00 Uhr: 2. Nachschreibtermin Unter-, Mittel- und Oberstufe (ggfs. Beginn 8:00 Uhr)

Weitere Termine ...